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Als gesetzlich Krankenversicherte haben Sie gemäß den „Früherkennungsrichtlinien“ Anspruch auf verschiedene, je nach Alter und Gesundheitszustand variierende Vorsorgeleistungen.
Ihre Krankenkasse erstattet diese wichtigen Grunduntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen, insbesondere bösartigen, einmal im Jahr.
Die erweiterte Krebsvorsorge
Vaginale Sonographie der inneren Genitale
| | Optimale Ergänzung einer gynäkologischen Routineuntersuchung oder Krebsvorsorgeuntersuchung zum Ausschluss von Erkrankungen ist ein zusätzlicher Ultraschall der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Blase von der Scheide aus.
Durch diese Methode können nicht tastbare Eierstocktumore und Gebärmuttererkrankungen wesentlich frühzeitiger erkannt werden. Ohne diese Untersuchung fallen Eierstockstumore erst auf, wenn sie aufgrund ihrer Größe Schmerzen verursachen. Gebärmuttertumore machen sich im fortgeschrittenen Stadium durch Blutungsstörungen bemerkbar.
Die schmerz- und strahlungsfreie Ultraschall-Untersuchung erhöht also die Chancen der Früherkennung und damit die Heilungschancen erheblich.
Die Vaginal- Sonographie ist heutzutage die zuverlässigste Früherkennungsmethode für diesen Bereich und wird daher von Frauenärzten dringend empfohlen. | [x] |
Urinstix
| | Diese Untersuchung wird angeboten, um verschiedene Auffälligkeiten im Urin nachzuweisen. Durch die Urinuntersuchung können u.a. Infekte der Harnblase und des Harnleiters ausgeschlossen werden. Es können mögliche Entzündungen festgestellt werden, außerdem Blutungen, die ein möglicher Hinweis auf Tumoren sein können, und vermehrte Zuckerausscheidungen, wie sie z.B. bei Diabetes vorkommen. | [x] |
Tast- und Ultraschall-Untersuchung der Brüste (Mamma-Sonographie) zum Ausschluss von Erkrankungen der Brust
| | Brustkrebs gilt heute als der häufigste Krebs der Frau, im Lauf ihres Lebens erkrankt jede 7. bis 10. Frau an Brustkrebs. Leider sind die Ursachen für Brustkrebs noch relativ unklar. Es gibt zwar bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daran zu erkranken, trotzdem müssen wir davon ausgehen, dass es jede Frau treffen kann.
Früherkennung ist besonders wichtig, denn: Nur wenn der Brustkrebs behandelt werden kann, bevor er in den Körper gestreut hat, ist die Heilung möglich.
Die Früherkennung sollte umfassen:
1. Tastuntersuchung durch den Gynäkologen alle 6 -12 Monate,
2. Selbstuntersuchung einmal pro Monat (sprechen Sie mich oder meine Mitarbeiterinnen gern auf Informationsmaterial an),
3. Mammographie in individuell abzustimmenden regelmäßigen Abständen (je nach Ausgangsbefund und Risikofaktoren),
4. Ultraschall-Untersuchung der Brust (Mammasonographie) als Ergänzung zur Mammographie.
Diese Untersuchung kommt im Gegensatz zur traditionellen Mammographie ohne Röntgenstrahlen aus, sie ist schmerz- und nebenwirkungsfrei.
Sie ermöglicht die Erkennung von kleinsten Veränderungen der Brustdrüsen, bevor diese eine tastbare Größe erreichen. Röntgen und Ultraschall können zur Vorsorge auch ergänzend eingesetzt werden. | [x] |
Test auf Blut im Stuhl
| | Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen, wobei am häufigsten Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr betroffen sind. Männer und Frauen erkranken gleichermaßen häufig daran. Auch beim Darmkrebs gilt, wie bei allen Krebserkrankungen:
Je früher er erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen und umso weniger belastend sind die Behandlungsmethoden.
Um den Darmkrebs frühzeitig zu erkennen bzw. eine Erkrankung auszuschließen, sollten regelmäßig Stuhluntersuchungen durchgeführt werden. Auf diese Weise wird Blut im Stuhl frühzeitig erkannt. Dieses Blut entsteht dadurch, dass die Blutgefäße an der Oberfläche von Adenomen und Karzinomen oft brüchig sind. Sollte durch den Nachweis von Blut im Stuhl ein Verdacht auf einen Darmtumor entstehen, werden weitere Untersuchungen nötig. Herkömmliche Stuhltests sind recht aufwändig und gleichzeitig ungenauer, unter anderem, weil sie menschliches von tierischem Blut nicht unterscheiden konnten.
Durch einen optimierten Stuhltest ist diese Unterscheidung jetzt möglich, so dass eine tagelange Vorbereitung nicht mehr nötig ist (kein mehrtägiger Verzicht auf Fleisch, nur noch eine statt drei Proben).
Der Test gilt als sehr zuverlässig, ist jedoch im gesetzlichen Vorsorgekatalog noch nicht enthalten. Er wird ab einem Alter von 50 Jahren sehr empfohlen, viele Frauen machen den Test bereits deutlich früher. | [x] |
HPV - Test
| | Der Gebärmutterhalskrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Die gesetzliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung sieht daher auch einen Abstrich zur Früherkennung von Zellveränderungen des Gebärmutterhalses vor. Dieses ist eine hervorragende Methode, Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, jedoch kann sie allein keine 100%ige Sicherheit gewährleisten.
Forschungsergebnisse zeigen, dass die wichtigsten Auslöser für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs Infektionen mit bestimmten Typen von sog. humanen Papilloma - Viren (HPV) sind. Humane Papilloma - Viren werden sexuell übertragen und gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich. Ca. 70% der Bevölkerung hat in ihrem Leben Kontakt mit dem HPV-Virus.
Die Infektion löst meist keine Beschwerden aus. Bei einem Großteil der infizierten Frauen bekämpft die körpereigene Abwehr das Virus erfolgreich. Bei einem Teil der Frauen besteht jedoch eine chronische Infektion, die das Risiko stark erhöht, später an Gebärmutterhalsveränderungen, im schlimmsten Fall Gebärmutterhalskrebs, zu erkranken.
Es ist heutzutage möglich, mittels eines hochmodernen Testverfahrens durch einen einfachen Abstrich, der im Labor mit DNA-Technologie ausgewertet wird, frühzeitig festzustellen, ob krebserregende HPV-Typen nachzuweisen sind.
Durch den HPV-Test können Krebsvorstufen in einem früheren Stadium erkannt werden. Dies ist noch kein Anlass zur besonderen Beunruhigung.
Denn der Nachweis von HPV bietet die Möglichkeit, vorhandene Gebärmutterveränderungen in einem besonders frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln.
Der HPV-Screening-Test zum Ausschluss einer HPV-Infektion stellt ab dem 30. Lebensjahr eine sinnvolle Ergänzung zum zytologischen Abstrich, der bei der gesetzlichen Vorsorge entnommen wird, dar.
Übrigens: Es gibt inzwischen eine Impfung gegen HPV, die wir gerade jungen Mädchen sehr empfehlen. Mehr dazu unter HPV-Impfung. | [x] |
Blasenkrebs-Früherkennung (Bladder-Check) zum Ausschluss einer Erkrankung der Blase
| | Spezifischer Urintest zum Nachweis eines sog. Marker-Eiweißes (auffälliges Eiweiß) als Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs.
Der Test ist für alle empfehlenswert, besonders wird er jedoch bestimmten Risikogruppen empfohlen, die z.B. familiär vorbelastet sind oder beruflich mit chemischen Stoffen zu tun haben (z.B. Friseurinnen, in der chemischen Industrie Beschäftigte, Raucherinnen …).
Eine Blaseninfektion sollte während des Tests nicht vorliegen, da sonst die Werte verfälscht werden könnten. | [x] |
Thin Prep: Zellabstrich zum Nachweis bzw. Ausschluss von Gebärmutterhalskrebs
| | Dieser Test dient der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Durch eine verbesserte Technologie liefert dieser Spezialabstrich sehr genaue Ergebnisse bei lediglich geringer Verunreinigung. Empfehlenswert ist er vor allem für Patientinnen, die schon einmal auffällige Abstriche hatten.
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