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Eine Schwangerschaft ist im Leben einer Frau meist eine ganz besondere Zeit:
Körper und Seele verändern sich, wenn im Bauch ein neues Leben heranwächst. Viele Frauen haben darum besonderen Gesprächsbedarf, auch gerade was die gesunde Entwicklung ihres Kindes anbelangt. Natürlich gibt es keine hunderprozentige Sicherheit - aber viele Untersuchungen zeigen an, ob bei Kind und Mutter alles normal verläuft.
Als gesetzlich Krankenversicherte haben Sie gemäß den „Mutterschaftsrichtlinien“ Anspruch auf diverse Vorsorgeleistungen, über die wir Sie in der Praxis im Verlauf der Schwangerschaft informieren.
Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe moderner Verfahren, die (noch) nicht in den gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien verankert sind, die aber trotzdem medizinisch sinnvoll oder empfehlenswert sind. Daher möchten wir sie Ihnen als Privatleistung (auch individuelle Gesundheitsleistung genannt, kurz: IGEL) anbieten. Diese Leistungen sind mit dem -Symbol gekennzeichnet.
Entscheiden Sie selbst (nach der Beratung), welche Leistungen Sie gern Anspruch nehmen möchten, um den Schwangerschaftsverlauf in Ihrer persönlichen Situation so sicher wie möglich zu gestalten.
Weitere Informationen zum Thema "Schwangerschaft" finden Sie zum Beispiel bei www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de .
Screening auf Gestationsdiabetes (Schwangerschafts-Zuckerkrankheit)
| | Hierbei handelt es sich um einen Test, der Ihre Neigung feststellt, an "Schwangerschafts-Zucker" zu erkranken. Diese Form von Diabetes kann auch bei völlig gesunden Frauen in der Schwangerschaft auftreten und bleibt oftmals lange unbemerkt. Er birgt allerdings Risiken und schwere Komplikationen für Mutter und Kind und sollte daher überprüft werden.
Gestationsdiabetes entsteht, wenn der durch die Schwangerschaft erhöhte Glukosespiegel nicht mehr durch erhöhte Insulinausschüttung ausgeglichen werden kann. Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel wird das Kind übermäßig groß und schwer, was wiederum Komplikationen bei der Geburt auslösen kann. Gestationsdiabetes ist zudem eine Ursache für Herzfehler beim Ungeborenen sowie für Fehl- und Frühgeburten.
Nach der Geburt sind die betroffenen Kinder durch schwere Unterzuckerung gefährdet und es besteht ein erhöhtes Risiko für Atemanpassungsstörungen.
Auch vermehrte Harnwegs- und Scheideninfektionen während der Schwangerschaft sowie Durchblutungsstörungen der Plazenta können durch Gestationsdiabetes verursacht sein.
Die Behandlung besteht, je nach Schwere des Diabetes, in veränderter Ernährung und Bewegung (nach Diätberatung) oder einer Insulintherapie.
Wenn Sie sich entscheiden, den Test zur Schwangerschaftsdiabetes durchführen zu lassen, bringen Sie bitte zur Vorsorge-Untersuchung im Zeitraum um die 24.- 28. Schwangerschaftswoche etwas Zeit mit: Sie bekommen eine Zucker-Lösung zu trinken und nach einer Stunde wird Ihnen dann Blut abgenommen, das auf Ihre Neigung zu Schwangerschaftsdiabetes untersucht wird.
Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Gestationdiabetes-Test. Fragen Sie bei uns oder bei Ihrer Kasse vorab nach. | [x] |
Screening auf Streptokokken
| | Bei ca. 20 % der Frauen finden sich B-Streptokokken im Genitalbereich. Der an sich harmlose Keim verursacht im Allgemeinen keine Symptome.
Daher bleibt eine vorübergehende oder chronische B-Streptokokken-Infektion meist unbemerkt.
Gefährlich kann der Keim allerdings für Neugeborene werden, die sich während der Geburt mit den Bakterien der Mutter infizieren. Die Folge können schwere Erkrankungen wie Blutvergiftung, Lungen- und Hirnhautentzündung bis hin zu neurologischen Schäden und Langzeitfolgen sein.
Daher rät die "Fachgesellschaft der Deutschen Gynäkologie" zur Vorbeugung vor allem der frühen Form der Infektion. Die Umsetzung dieser Maßnahmen hat in den USA dazu geführt, dass pro Jahr 4000 Neugeborene weniger an der Infektion erkrankten und dass etwa 200 Todesfälle an Streptokokkensepsis vermieden werden konnten.
Es gibt inzwischen die Möglichkeit, ca. in der 35. SSW durch einen speziellen Vaginalabstrich evtl. vorhandene Streptokokken nachzuweisen.
Sollte das der Fall sein, kann durch die vorbeugende Gabe von Medikamenten das Risiko der Infektion des Neugeborenen fast vollständig ausgeschlossen werden. | [x] |
Windpocken-Suchtest
| | Windpocken (Varizellen) sind eine Infektionskrankheit (vorwiegend Tröpfcheninfektion), die mit bläschenförmigem Ausschlag einhergehen. Sie gehören zu den gefährlichen Virusinfektionen in der Schwangerschaft, da sie eine große Gefahr für das ungeborene und neugeborene Kind darstellen können.
Die meisten Schwangeren sind geschützt, da sie selbst bereits diese Infektion durchgemacht haben. Sie haben eine bleibende Immunität und können ihr Kind nicht infizieren.
Sollte bei Ihnen Unklarheit herrschen, ob ein Schutz vor Windpocken durch eine frühere Infektion besteht, kann durch einen einfachen Bluttest festgestellt werden, ob eine Immunität vorliegt.
Wichtig:
Sollten bei Ihnen kein Schutz vorhanden sein, raten wir zu folgenden Vorsichtsmaßahmen:
• Meiden Sie bitte Kontakt zu Menschen, die an Windpocken oder Gürtelrose erkrankt sind.
• Wenn Sie den Kontakt nicht verhindern oder vermeiden konnten, wenden Sie sich bitte unmittelbar an uns, damit wir das weitere Vorgehen besprechen können und ggf. eine Vorsorgebehandlung einleiten können.
• Informieren Sie uns bitte auch bei bestehendem Schutz, wenn um den Geburtstermin herum in der Familie oder näheren Umgebung jemand an Windpocken erkrankt ist. | [x] |
NT-Messung (Nackenfalte-Messung)
| | Bei der NT-Messung handelt es sich um eine kombinierte Untersuchung: mittels Ultraschall wird die Ansammlung von Gewebeflüssigkeit im Nackenbereich des Kindes vermessen. In Kombination mit Bluttests (bei der Mutter wird das ß-hCG und PAPP-A bestimmt) sowie dem Alter der Frau kann diese zusätzliche Untersuchung Aufschluss über das Risiko von Chromosomenstörungen oder Fehlbildungen Ihres ungeborenen Kindes geben. Die NT-Messung ist keine Diagnosestellung, sondern errechnet computergestützt die Wahrscheinlichkeit, ein chromosomal krankes Kind zu bekommen.
Die Messung der kindlichen Nackentransparenz kann zwischen der 11. und 14. Woche per Ultraschall durchgeführt werden.
Besonders das Risiko von Chromosomenstörungen (u.a. Trisomie 21) oder Fehlbildungen des Herzens kann so recht genau abgeschätzt werden (Vorhersagewahrscheinlichkeit von 85 – 90%), was besonders für Frauen interessant ist, die keine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen wollen und trotzdem eine gewisse Sicherheit wünschen.
Die Untersuchung darf nur von speziell qualifizierten und zertifizierten Gynäkologen durchgeführt werden. | [x] |
Triple-Test
| | Der Triple-Test ist eine Blutuntersuchung, mit der sich das Risiko für ein Down-Sydrom und bestimmte Missbildungen des kindlichen Rückrates (spina bifida) bestimmen lässt.
Es handelt sich um eine statistische Berechnung aus bestimmten Blutwerten und dem Alter der Mutter, der Schwangerschaftswoche und weiteren Daten. Hieraus kann errechnet werden, wie hoch das statistische Risiko auf eine Fehlbildung ist.
Diese Untersuchung ist sicher nicht für jede Schwangere sinnvoll.
In Einzelfällen unter bestimmten Bedingungen kann es jedoch hilfreich sein, diese zusätzliche Vorsorgeuntersuchung nach vorherigem Gespräch durchführen zu lassen. | [x] |
AFP-Test
| | Hierbei handelt es sich um einen Bluttest, der einen Hinweis auf einen möglichen offenen Rücken (spina bifida) geben kann. Hierfür wird das vom Kind gebildete Alpha-Feto-Protein im mütterlichen Blut bestimmt, die Konzentration gibt Hinweise auf mögliche Schädigungen des Kindes im Hinblick auf die Entwicklung des Neuralrohres. Auch hier gilt wie beim Triple-Test: Der Test kann in Einzelfällen sinnvoll sein, wir sollten dies vorher gemeinsam besprechen. | [x] |
Erinnerungen an die Zeit im Mutterleib: Ultraschall-Bild vom ungeborenen Baby
| | Die Ultraschall-Bilder wurden zu medizinischen Dokumentationszwecken entwickelt.
Als solche sind sie selbstverständlich kostenfrei.
Immer mehr Eltern wünschen sich Bilder des Ungeborenen auch zum Zeigen bei Freunden und Verwandten oder für Ihr Fotoalbum zu Hause .
Um dies auch bei hohen Kosten des speziellen Ultraschall-Fotopapiers anbieten zu können, nehmen wir pro Bild einen Unkostenbeitrag. Sprechen Sie uns an, wenn Sie ein oder mehrere Bilder wünschen. | [x] |
Zusätzlicher Ultraschall: "Babyfernsehen"
| | Manche können sich gar nicht satt sehen am Baby im Mutterleib.
Für andere ist es ein beruhigendes Gefühl, "nach dem Baby zu schauen". Besonders für viele Väter ist eine Ultraschalluntersuchung immer eine gute Möglichkeit, etwas mehr vom Kind mitzubekommen.
Im Katalog der gesetzlichen Krankenkassen sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Wünschen Sie weitere Untersuchungen, können wir diese als individuelle Gesundheitsleistung anbieten. | [x] |
3D/4D-Ultraschall
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Ein Leben beginnt ...
Ultraschallbilder erlauben uns heute, das Baby im Mutterleib bereits vor seiner Geburt sich entwickeln und wachsen zu sehen.
In unserer Praxis ist auch ein 3D/4D-Ultraschall möglich, der plastische Bilder vom Kind zeigt.
(4D bedeutet, dass diese dreidimensionalen Bilder in Bewegung, in Echtzeit, aufgenommen werden können.) Durch diese High-Tech-Entwicklung kann man einen spannenden Eindruck bekommen, wie das Kind wohl einmal aussehen wird.
Die Untersuchung dauert ca. 30-40 Minuten, die Bilder speichern wir für Sie auf USB-Stick.
Sprechen Sie uns bei Interesse einfach an.
Hinweise:
- 3D-Ultraschalle sind keine feindiagnostischen Ultraschalle zum Ausschluss von Fehlbildungen, (auch wenn sie ursprunglich dafür entwickelt wurden und zur Diagnose einzelner Fehlbildungen geeignet sind).
Sie finden daher unabhängig von der regulären Mutterschaftsvorsorge statt.
- Ein guter Zeitpunkt für den Schall ist zwischen der 28. und 33. Schwangerschaftswoche.
- Unter Umständen ist eine zufriedenstellende Aufnahme nicht möglich (zum Beispiel, weil das Kind ungünstig liegt oder nicht genügend Fruchtwasser vorhanden ist). In diesem Fall berechnen wir Ihnen nur den Aufwand.
- Bitte vor den Ultraschalluntersuchungen den Bauch nicht eincremen oder –ölen, da das die Qualität der Bilder verschlechtert. | [x] |
Video-/DVD-Aufzeichnung
| | der regulären Ultraschalluntersuchung möglich. Fragen Sie gern nach, wenn Sie interessiert sind. (DVDs sind in der Praxis vorrätig, sollten Sie eine Videoaufnahme wünschen, bitte Videokassette mitbringen.) | [x] |
Akupunktur zur Geburtserleichterung
| | Es gibt Erkenntnisse, dass Akupunktur in der Geburtsvorbereitung den Verlauf der Geburt erheblich verkürzen kann.
Daher biete ich für interessierte Frauen diese Form der Geburtsvorbereitung an. (Akupunktur-Diplom A bei der DÄGFA)
Die Akupunkturbehandlungen nach „Mannheimer Schema“ werden einmal wöchentlich ab der 36. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt durchgeführt und dauern pro Sitzung ca. 20 Minuten.
Sinnvoll ist die Teilnahme
• ab der 36. SSW,
• bei bisher unauffälligem Schwangerschaftsverlauf,
• wenn keine Plazenta praevia vorliegt,
• wenn kein primärer Kaiserschnitt geplant ist,
• wenn keine Blutgerinnungsstörung vorliegt.
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